CDA Coesfeld setzt auf Kontinuität: Valentin Merschhemke als Vorsitzender bestätigt

Großer Bahnhof für CDA-Urgestein Norbert Hagemann: (v.l.n.r.) Lars Vogel (CDU-Stadtverbandsvorsitzender Coesfeld), Wilhelm Korth (MdL) und der Coesfelder CDA-Vorstand mit Valentin Merschhemke (4. von links) und Ulrike Fascher (5. von links) gratulieren NoGroßer Bahnhof für CDA-Urgestein Norbert Hagemann: (v.l.n.r.) Lars Vogel (CDU-Stadtverbandsvorsitzender Coesfeld), Wilhelm Korth (MdL) und der Coesfelder CDA-Vorstand mit Valentin Merschhemke (4. von links) und Ulrike Fascher (5. von links) gratulieren No

Emotionaler Abschied von Norbert Hagemann

„Der Neue ist der Alte“ – unter diesem Tenor stand die Mitgliederversammlung des CDA-Stadtverbandes Coesfeld. In guter Atmosphäre bestätigten die Mitglieder ihren Vorstand einstimmig im Amt und setzten damit ein deutliches Zeichen für die Arbeit der vergangenen Jahre. Valentin Merschhemke führt den Verband weiterhin als Vorsitzender an, unterstützt von Ulrike Fascher als stellvertretende Vorsitzende.

Trotz der Kontinuität gab es einen bewegenden Einschnitt: CDA-Urgestein Norbert Hagemann stellte sich nach 25 Jahren aktiver Vorstandsarbeit nicht erneut zur Wahl. Als langjähriger Pressesprecher war er über Jahrzehnte hinweg das prägende Gesicht und die verlässliche Stimme der CDU-Sozialausschüsse in Coesfeld, betonte Merschhemke in seiner Verabschiedung.

Die Versammlung würdigte seine Verdienste mit stehenden Ovationen. Zu den Gratulanten zählten der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Lars Vogel sowie der Landtagsabgeordnete und CDA-Bezirksvorsitzende Wilhelm Korth (MdL). Beide fanden herzliche Worte der Anerkennung und verabschiedeten Hagemann mit großem Dank für sein außerordentliches Engagement.

Im Anschluss an die Wahlen nutzten die Mitglieder die Anwesenheit von Korth und Vogel für eine intensive Diskussion über aktuelle politische Themen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene. Während die Arbeit der Union im Düsseldorfer Landtag ausdrücklich unterstützt wurde, fiel der Blick auf die Bundespolitik kritischer aus. Aus Sicht der Coesfelder CDA sind Reformen der sozialen Sicherungssysteme unumgänglich: Es müsse strikter zwischen beitragsfinanzierten Sozialversicherungsleistungen und steuerfinanzierten Staatsleistungen unterschieden werden. Um Arbeitnehmer nachhaltig zu entlasten („Mehr Netto vom Brutto“), fordert die CDA‘ler eine gerechtere Verteilung der Lasten, die künftig auch hohe Kapitalerträge stärker einbeziehen müsse. Der wiedergewählte Vorstand blickt gestärkt in die neue Amtszeit. Man sei bereit, die christlich-sozialen Themen in Coesfeld weiterhin kraftvoll zu vertreten, bekräftigte Ulrike Fascher, auch wenn die Lücke, die Norbert Hagemann hinterlasse, menschlich wie fachlich groß sein werde.