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22.08.2018 | Marc Henrichmann MdB | www.marc-henrichmann.de
Der Gesellschaft etwas zurückgeben
MdB Marc Henrichmann im Gespräch mit der Kreis-Caritas

Für Johannes Böcker war es sein letzter Termin als Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld: Zu Gast war der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann, begleitet vom CDU-Kreistagsmitglied Valentin Merschhemke. An dem Gespräch nahm auch Johannes Böckers zukünftiger Nachfolger, Christian Germing, teil. Die Diskussion um einen Pflichtdienst, der soziale Wohnungsbau und das Aktionsprogramm Pflege waren die zentralen Themen des Austausches.

Mit der Caritas im Gespräch: Marc Henrichmann MdB (2.v.l.) und CDU-Kreistagsmitglied Valentin Merschhemke (2.v.r.) tauschten sich mit dem scheidenden Caritas-Vorstand Johannes Böcker (r.) und seinem Nachfolger Christian Germing aus. Foto: Büro Henrichmann
Coesfeld - Einig zeigten sich die Gesprächspartner darin, dass es sinnvoll für junge Menschen sei, soziale Aufgaben zu übernehmen. 900 Plätze stellt die Caritas im Bistum für Freiwilligendienste bereit. „Wir sind dankbar für die sehr motivierten jungen Leute, die zu uns kommen“, erklärte Germing. Der CDU-Politiker hielt die Diskussion um einen Pflichtdienst für wichtig. „Wir müssen Verständnis dafür wecken, dass es neben Rechten auch Pflichten gibt, der Gesellschaft etwas zurückzugeben“, betonte Henrichmann.

Drei Wohnheime für Menschen mit geistiger Behinderung betreibt die Caritas in Ascheberg, Lüdinghausen und Olfen. Der Kreis Coesfeld sei „der am besten mit stationären Plätzen versorgte Kreis in Deutschland“, betonte Germing. Vorrang genießen daher ambulante Wohnformen. „Dafür brauchen wir eine Initiative für sozialen Wohnungsbau“, meinte deshalb Böcker. So eine Initiative sei auf dem Weg, erklärte Henrichmann. Auf 3,5 Milliarden Euro habe die Bundesregierung die Mittel für den sozialen Wohnungsbau für die Jahre 2019 bis 2021 erhöht.

„Handlungsdruck“ sieht Germing in der Pflege. Hier verwies der Abgeordnete auf das Sofortprogramm des Bundesgesundheitsministeriums. Dieses sieht neben mehr Stellen auch eine höhere Vergütung vor. Wenig attraktiv seien Pflegeberufe aus Sicht der Caritas-Vertreter allerdings vor allem wegen der vielen Teilzeitstellen im ambulanten Bereich und nicht aufgrund der Vergütung. Hier zahle der Caritasverband mit seinem Tarif bereits gut.

Auch um künftige Aktivitäten der Caritas ging es in dem Gespräch. Tagespflegeangebote, die bereits in Ascheberg, Coesfeld, Havixbeck, Nottuln, Olfen und Südkirchen sehr gut angenommen werden, soll es künftig auch in Lüdinghausen und Senden geben. Senden ist auch der gewünschte Standort für einen neuen, in Gründung befindlichen Inklusionsbetrieb. Dieser wird Dienstleistungen rund um Haus und Garten anbieten.

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